Die Geschichte der Liberty Frachter

Die Notwendigkeit, die Alliierten mit Nachschub zu versorgen, sowie der Eintritt in den Weltkrieg veranlassten die Vereinigten Staaten dazu, ihre Seefrachtkapazität beträchtlich zu erhöhen.

Anfang 1941 wurde mit der Konstruktion dieser Frachtschiffe begonnen. In vier Jahren bauten die Vereinigten Staaten insgesamt 2 751 dieser so genannten "Liberty Ships", die auf den Weltmeeren zum Einsatz kamen.

Nachdem US-Präsident Franklin Roosevelt verkündete, dass diese Schiffe "die Freiheit für Europa bringen würden", wurde der Name "Liberty Ships" geläufig.

Die im Durchschnitt 135 Meter langen Liberty Frachter besaßen eine Kapazität von ca. 10 000 Ladetonnen. Die Schiffe wurden von ihrer Konzeption her so optimiert, dass sie von kleineren Werftcrews in sehr kurzer Zeit gebaut werden konnten. Die durchschnittliche Bauzeit eines Schiffs betrug 70 Tage, und einige Schiffe konnten sogar in weniger als 5 Tagen fertig gestellt werden1!

Dank dieser extrem kurzen Bauzeit waren die Amerikaner nun fähig, Frachtschiffe schneller zu bauen, als deutsche U-Boote diese versenken konnten.

Die Liberty Frachter zollten der Schlacht im Atlantik einen schweren Tribut (etwa 200 Schiffe wurden versenkt, davon ca. 50 auf ihrer Jungfernfahrt).

Die Liberty Ships bildeten ein wichtiges Glied in der Logistikkette und versorgten die Front kontinuierlich mit Nachschub. Was Winston Churchill zum Ausruf veranlasste:

"Without the supply column of Liberty Ships that endlessly plowed the seas between America and England, the war would have been lost."

Die Liberty Ships bildeten ein wichtiges Glied in der Logistikkette und versorgten die Front kontinuierlich mit Nachschub. Was Winston Churchill zum Ausruf veranlasste:

Die Liberty Frachter wurden für eine Lebensdauer von fünf Jahren gebaut. Viele von ihnen waren bis in die 70er Jahre im Einsatz.

Die SS Jeremiah O'Brien ist immer noch seetüchtig. Sie liegt in San Fransisco vor Anker, wo sie zur Besichtigung frei steht. Die SS Jeremiah O'Brien gehört zu den Schiffen, die am 6. Juni 1944 an der Operation Neptun teilnahmen. Das Musée du Débarquement in Arromanches (D-Day-Museum) gehört zu seinen stolzen Partnern (besuchen Sie die Internetseite der Jeremy O'Brien).

1) Den Rekord hielt die "Robert E. Peary". Sie wurde in nur vier Tagen und 15,5 Stunden gebaut.